Die Psychotherapie dient Menschen in Krisenzeiten.  Zeiten, die oftmals beherrscht sind von dauerhaft negativen Gefühlen, quälenden Ängsten, die das Leben mit Leiden füllen, zähen Depressionen, die zur extremen Belastung werden, oder traumatischen Erfahrungen, die immer wieder schockartig erinnert und wiedererlebt werden.

 

Häufig aber werden die tatsächlichen Gefühle vermieden und abgewehrt, weil ihr Erleben als zu schmerzhaft und unangenehm befürchtet wird. Derart verdrängte Gefühle gilt es zu identifizieren, zu verstehen und zu erfahren, um einen adäquaten Umgang mit ihnen zu finden. Die Psychotherapie unterstützt, sich diesen Gefühlen zu stellen. In dieser Bewusstseinsarbeit ermöglicht sie im Kontext der Biografie und der Familiengeschichte für die eigenen Gefühle Zuordnungen und Einordnungen zu finden.

 

Das Ziel einer Psychotherapie ist es einen neuen Zugang und Umgang mit diesen als schwierig erlebten Gefühlen zu finden, sie angstfreier zu erleben, sich ihnen weniger ausgeliefert zu fühlen und damit das Leiden zu verringern. Die eigenen Gefühle kennenzulernen, sie zu verstehen und anzunehmen ist auf dem Weg zur Heilung von großer Relevanz. Die Zunahme an Bewusstsein gibt Sicherheit und Selbstvertrauen. Der Blick nach außen zu Menschen, die ähnliches erlebt haben, kann zu mehr Mitgefühl führen.